Plastiken – geflossen durch Herz und Hand
Ich brauche und möchte nur das Thema, der Rest muss kommen dürfen. Das bedeutet konkret, dass keine Mama Cacao so sein wird, wie die erste, die zweite, die dritte… Jede Plastik ist ein Unikat. Es gibt keine Vorformen oder ähnliches.

Meine Reise mit dem Ton
Die folgenden vier Abschnitte sind Textausschnitte aus meinem Artikel aus der Ausgabe Frauenkraft 2 der Zeitschrift HOLUNDERELFE.

Schaffensprozesse
Während ich beim Malen neu mischen und nochmal drüber gehen kann, spielt Zeit bei den Plastiken eine andere Rolle. Plötzlich schließt sich das Fenster des Empfangens, der Ton erhärtet langsam, die Geschmeidigkeit ist fort.
Dann beginnen die Feinarbeiten: das wieder und wieder Streicheln über dieselben Stellen, damit die Übergänge weich werden. Irgendwann ist’s mir dann zu sanft, zu glatt. Kein Leben ist so. Ohne Widerstände, Grate und Kanten.
Deshalb werde ich wohl nie nur schöne Figuren erschaffen. Das Unschöne ist immer Teil des Ganzen – das, womit wir uns ungern konfrontieren. Da ist dann der Drang in mir, das Perfekte (oft auch das gesellschaftlich genormte Schöne) aufzubrechen. Durch Krater, Wunden in den Körpern oder Schmerz im Blick.
Ankommen in der Welt
Viele meiner Figuren halten die Augen geschlossen. Eine gute Freundin sagte, dass sie wohl noch träumen von dem, was und wie sie gern wären, wenn sie so richtig ins Leben starten und sich konfrontieren. Mit diesem Moment davor, dem selbstvergessenen, dem träumenden, dem vor dem Sprung hinein möchte ich die Frauen im Kreis abholen. Das ist meine Intention.


Verbunden sein mit mir und dem Material
Und noch immer und immer wieder bin ich fasziniert davon, welches Eigenleben ein Klumpen Ton durch meine Hände hindurch entwickeln kann. Oft lässt es mich ungläubig zurück am Ende eines produktiven Tages, dass Ich in der Lage bin, so etwas zu erschaffen.
Zuletzt ging es mir so mit meiner ersten Plastik von Mama Cacao, die sich nach etwa 3 Stunden intensivstem Versunkenseins stolz aus ihrer Kakaofrucht erhob. In mir hinterlassen derartige Momente ein tiefes Gefühl von Angebundensein, von Erdung und einem Ganz bei mir ankommen.
Sie schaut auch mit geschlossenen Augen
Der spannendste Teil am Entstehungsprozess einer Figur ist der Moment, wenn sie beginnt zu schauen.
Wenn das Gesicht klarer hervortritt und ich spüren kann, wer sie werden wird. Beinahe magisch ist das. Und anders intensiv als in der Malerei.

Blütenkinder – Wesen des Sichtbarmachens
… sie kamen einfach zu mir, sind entstanden, ohne dass bereits ein Zweck mit ihnen verbunden war. Erst im Nachhinein durfte ich ihren Wert erfahren und begreife diese Art des Entstehens mittlerweile als eine der wertvollsten, denn „sie wollten durch mich hindurch in die Welt kommen“. In diesem Fall ist das tatsächlich nochmal spezieller, denn ihre Hauptaufgabe scheint im Erinnern zu liegen:
Wesen
des Gedenkens
des Sichtbarmachens
des Begreifbarwerdens
auf dem Weg hin zum Loslassen eines Kindes
das nicht mehr da
und doch mit uns ist
ES IST, ALS SUCHEN SIE SICH SELBST IHRE AUFGABEN IN DER WELT
Meine Blütenkinder sind mittlerweile Teil von Abschiedszeremonien und Ritualen. Sie finden sich auf Friedhöfen oder tief in der Erde, sodass Neues mit und aus ihnen erwachsen darf. Ebenso sind sie aber auch nah bei manchen Frauen mit Kinderwunsch in deren Alltag – zum Fokussieren und Begleiten dieses besonderen Weges. Darüber hinaus weiß ich von TherapeutInnen, die mit meinen Blütenkindern ihre Arbeit mit dem Inneren Kind gestalten.
Ihr tiefes Wirken in der Welt
Mittlerweile habe ich zwei Frauenkreis-Formate zu erschaffen, in welchen ganz persönliche, selbst gestaltete Blütenkinder in geschütztem Raum unter meiner Anleitung entstehen dürfen – mit allen Gedanken, Tränen und Hoffnungen, die im Entstehungsmoment in sie hineinfließen mögen.
TräumerInnen – Wesen zum kurzen Anhalten der Welt
TRÄUMT!
Träumt groß!
Erträumt Welten in den Farben, die Ihr liebt!
Und dann entzündet euer Licht!
Bringt es in die Welt!
Doch zuvor
TRÄUMT!
Der Impuls für die TräumerInnen entspringt meinem Wunsch, ein Bewusstsein zu schaffen für die Momente dazwischen. Dem Anlaufnehmen vor dem Sprung. Dem Nachspüren der eigenen Träume. Dem Innehalten. Der Stille zwischen dem, was war und dem, was noch nicht ist. Da gibt es diesen Moment des Ausatmens oder Luftanhaltens. Er darf zelebriert werden … eine kleine Kerze lang!
Ritualkeramik – Frauenkraft ganz praktisch
In meiner eigenen rituellen Praxis, auf meinem Altar oder beim Kochen von Mama Cacao brauche ich oft Schalen, Teller oder Kerzenständer, die nur und ausschließlich dafür genutzt werden. Zum Sammeln von Blütenblättern oder Federn. Zum Ablegen von Räucherwerk, Steinen oder Gegenständen, die mir viel bedeuten. Auch, um während des Rituals eine Kerze zu entzünden – zur Meditation oder für einen Wunsch.
Kraftvoll und weiblich soll er sein, mein Altar. Dasselbe gilt für die ausgerichtete Mitte eines Frauenkreises, in welcher meine weiblichen Schalen und Teller gut in eine rituelle Praxis eingebunden werden können.
Überdies liebe ich es, inspiriert zu werden und dass mein Blick im Außen hängenbleiben und versinken darf. In der Summe all dieser Gedanken lag es für mich nahe, Ritualkeramik selbst und in meinem Sinne herzustellen.
Weibliche Archetypen – Verborgene Stimmen unserer Frauenseelen
Wenn es darum geht, Weiblichkeit bewusst in unser Leben einzuladen, Weiblichkeit in all ihren Ausprägungen, braucht es oftmals Hilfsmittel, um das Verschüttete in uns zu reaktivieren. Die Hinwendung zu den Archetypen und ihren Qualitäten ist dafür ein hilfreiches Werkzeug.
Die weiblichen Archetypen sind in ihrer Art universell verstandene, symbolkräftige „Prototypen“. Manche von ihnen kennen wir überdies aus Märchen und Mythen, andere wiederum sind uns kaum mehr zugänglich. In der Abfolge ihrer Vertreterinnen bilden sie einen gesamten Lebenszyklus unseres Frau-Seins ab. Dennoch ist ein Archetyp keinem bestimmten Lebensalter zugeordnet. Jede von uns geht täglich mehrfach durch verschiedene dieser weiblichen Archetypen. Es sind Bewusstseinsmuster. Wir leben sie, ohne dass uns das vielfach klar ist.
In der Begegnung mit ihnen erkennen wir uns selbst
Aus meiner persönlichen Arbeit mit den Archetypen kann ich mittlerweile sagen, dass sich die Qualitäten jedes einzelnen Archetyps mit jedem Monat mehr, in welchem ich den Fokus darauf lenke, immer leichter erspüren lassen.
Während ich dies hier schreibe, blüht der Juni um mich herum. Es ist Halbzeit im Jahreslauf. Zeit der Rosen und der Sommersonnenwende. Und die Zeit des Archetyps der MUTTER. Ihr zugeordnet sind die Farbe Rot, das Element Feuer, die Himmelsrichtung Süden und der Vollmond.
In dieser Zeit verbinden wir uns mit den Themen Liebe, Fülle, Fruchtbarkeit, Familie, Sicherheit, Stabilität … und schauen jetzt bewusst in diese Richtungen in unserem Leben. Auf das Helle und Schöne darin genauso wie auf die Schatten, die die jeweiligen Themen hochspülen.
Im Kreis erkennen wir einander
Die Tatsache, monatlich in einem Frauenkreis zusammenzukommen, ist sehr unterstützend in der Auseinandersetzung mit den Archetypen. Denn wie von selbst tragen wir mit den dann vordergründig wichtigen Themen unserer Leben immer schon genau den unmittelbar wirkenden Archetypen in den Kreis. Und in der Kreismitte darf unterstützend eine meiner Archetypen-Plastiken stehen: als hilfreiches Werkzeug zum Besinnen und Rückverbinden mit
TOCHTER, JUNGFRAU, BLUTSSCHWESTER, GELIEBTER, MUTTER, HEBAMME, AMAZONE, MATRONE, PRIESTERIN, ZAUBERIN, WEISER ALTEN, DUNKLER MUTTER und der VERWANDLERIN, die wir alle sind.
Frauenstimmen zu meinen Plastiken

Ruft es Dich,
einen speziellen weiblichen Archetypen oder ein anderes Thema, ob groß oder klein, durch meine Hände fließen zu lassen?
Oder bist du interessiert daran, Dein eigenes Blütenkind in einem meiner Kreise selbst zu formen?
Melde Dich gern!



























































